Sonnenaufgang in Dänemark

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Moin und Ahoi Dänemarkfreunde. Wir hatten nun ein Wikingerboot unter der Milchstraße , einen von Wikingern angelegten Kanal für eben jenes Boot und wir sprachen auch schon über den Fjord, in denen sich die Jungs so richtig wohlf fühlten. Den Stavns Fjord. Selbiger war auch bis nach Island bekannt und besungen. Tja, die Globalisierung fing wohl schon ein bisschen eher an als gedacht. Zeit die Sache auch mal in einem Sonnenaufgang in Dänemark zu betrachten.


Eines morgens, zwischen Weihnachten und Silvester der Sonnenaufgang in Dänemark machte sich bemerkbar, wurde ich morgens von etwas sehr Merkwürdigem geweckt. Erst dachte ich, die Kinder hätten wieder am Lichtschalter gespielt, um das Frühstück einzufordern. Aber nein, tatsächlich kitzelten mich ein paar Sonnenstrahlen und blauer Himmel. Ich tat das einzig Richtige: packte meine Kamera und das Stativ ein und fuhr so schnell ich konnte zu dem Punkt, den ich mir für eben jenen Sonnenaufgang auf Samsø ausgesucht hatte. Langør im Stavns Fjord. Einst Basis der Wikingerflotte, heute eine kleine Landzunge mit verwunschenem Hafen.

Langør

Langør

Hier wandelte ich auf den Spuren der Wikinger und bestieg einen Hügel mit reichlich Übersicht über den Fjord und auch reichlich Schafkot. Netter Lifehack: Schafkot lässt sich im Gegensatz zu anderen Haufen recht gut von den Schuhen schälen. In einem Stück, versteht sich. Auf jeden Fall stand ich da nun im schönsten Sonnenaufgang des Urlaubs und die Legende von König Agantyr, von der ich vorher gelesen hatte, katapultierte mich quasi zurück in der Zeit. 

Langør

Langør

Agantyr, seines Zeichens unbarmherziger Berserker, trug das sagenumwobene und verfluchte Schwert Tyrfing. Seinem Besitzer versprach es Macht und siegreiche Schlachten, forderte aber gleichzeitig durch seinen mächtigen Fluch Blut ein. Agantyr eroberte das ganze Land, welches heute als Dänemark bekannt ist und ließ sich in der Mitte nieder, der Insel Samsø, um den ersten dänischen Staat zu gründen. Er ließ den Kanhavekanal, über den wir bereits hier sprachen, ausheben und war nun in der Lage, die Küsten auf beiden Seiten der Insel im Kattegat zu überwachen. Aber es kam, wie es in Legenden kommen muss. Der Fluch von Tyrfing forderte seinen blutigen Tribut. Angantyr und seine Brüder wurden in einem legendären Kampf vernichtend geschlagen und der König mitsamt seinem Schwert in der Nähe der Mårup Bucht oder auch „Munarvagr“ (Bucht der endlosen Sehnsucht) begraben. Wo wir wieder beim Thema isländische Gesangskultur sind. Denn eben jene Bucht wurde dort besungen. 

Langør

Langør

Langør

Langør

Andere Quellen besagen, dass Angatyr im Kampf um die Schwedin Ingeborg gefallen war. Hjalmar brachte ihm den tödlichen Stoß bei und trennte als Beweis seinen Finger mit einem legendären Ring ab. Auch Agantyrs elf Brüder und Hjalmar, der Schwede, fanden den Tod. Agantyr soll im Süden der Insel, im Wald des Guts Brattingborg, mitsamt seinem Schwert begraben sei. Wieder andere erzählen, dass Odin höchstpersönlich Angatyr, seinen elf Brüdern und dem verfluchten Schwert den Zutritt nach Valhalla verwehrt haben soll. Die Geister der Männer suchten von nun an die Insel des Nachts mit Blitzen und Feuer heim. Bis zu dem Tag, an dem Angatyrs Tochter Hervør auf die Insel kam, durch das Feuer und die Blitze schritt, um vom Geiste ihres Vaters das verfluchte Schwert überreicht zu bekommen. Von da herrschte Frieden auf der Insel. Bis zum heutigen Tage.

Langør

Langør

Fast konnte ich sie sehen und fühlen an jenem legendären Morgen, als sich die Sonne über den Horizont schob, die Wikingerflotte von Agantyr. Auf eben jenem Hügel der Schafe. Wie die Hörner erklangen und die Ruder sich durch den Nebel klatschend in das Wasser senkten und die Wikinger sich auf den Weg machten. Der letzten Schlacht entgegen.

Übrigens findet sich ganz in der Nähe von Langør die jüngste und kleinste Kirche der Insel. Aber nun war ich angefixt vom Fjord und wollte unbedingt mehr darüber erfahren. Geschützt wird der Fjord nämlich von einem Riff. Ja, richtig gelesen. Das Besser Rev, ein so genanntes Steinriff aber das gehen wir dann nächste Woche besuchen. Jetzt genießen wir erstmal den Sonnenaufgang in Dänemark.

Langør

Langør

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