kultKIT - ein deutsch-dänisches Projekt

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Hallo Moin Sportsfreunde, heute erhält die Bezeichnung "Sportsfreunde" ausnahmsweise mal seine Berechtigung. Ich durfte Teil eines deutsch-dänischen Trainerkompendiums sein. Gefördert aus öffentlichen Mitteln des kultKIT Projektes, haben wir uns mit dänischen Trainern im geschichtsträchtigen „Uwe-Seeler-Sportpark“ in Malente getroffen. Ziel des Projektes ist es, die Menschen aus der Grenzregion Dänemark und Deutschland näher zu bringen.


1. kultKIT - ein deutsch-dänisches Projekt

Was ist kultKIT? Ich hatte den Begriff vorher noch nie gehört. Das Projekt kultKIT (Kultur, Kompetenz, Interaktion und Verständnis) soll Brücken zwischen den Menschen beider Grenzregionen bauen. Eine bessere Verständigung zwischen Deutschen und Dänen soll gefördert werden. Mit Fördermittel der Europäischen Union, sowie anderen Projektpartnern und der Kulturregion Storstrøm, sollen sich die Teilnehmer auf ungezwungene Weise kennenlernen, Gemeinschaften bilden und „Brücken“ bauen. Wer mehr zum kultKIT Projekt lesen möchte, findet hier weiter Informationen.

2. Der Hintergrund

Als Jugendtrainer im örtlichen Sportverein habe ich schon vor Jahren Kontakte zum dänischen Fussballklub Rødby Boldklub geknüpft. Einer Einladung meiner dänischen Trainerkollegen folgte eine Einladung unserer Seite zu einem Fussballturnier.
Gleichzeitig knüpfte Manfred Meier von der JSG Fehmarn die gleichen Kontakte. So fand über die Jahre ein regelmäßiger Austausch und ein Treffen der Vereine statt.
Im Prinzip haben wir genau das gemacht, wofür das kultKIT Projekt steht. Brücken bauen!

3. Das Treffen

Unter der organisatorischen Federführung von Manfred Meier entstand der Plan zu einem Trainertreffen und Zusammenkommen deutscher und dänischer Trainer im geschichtsträchtigen „Uwe-Seeler-Fussballpark“. Nach dem Eintreffen der zahlreichen Teilnehmer aus der umliegenden Regionen vom SV Göhl, dem FC Dornbreite, ATSV Stockelsdorf, dem SV Großenbrode, der JSG Fehmarn und natürlich den Vertretern der dänischen Seite, dem Rødby Boldklub und einem kleinen Imbiss, stand die Begrüßung und ein theoretischer Unterrichtsteil auf dem Plan.
Ein Blick aus der „Arena“ auf den Platz machte alle theoretischen Pläne zunichte.
Auf dem Platz fand ein Training der Landesauswahlmannschaften U11 Mädchen und U15 Jungen, statt. Kurzerhand wurde die praktische Einheit vorgezogen. Neben dem Spielfeldrand kam es gleich zu intensivem fachlichen Austausch der Trainerkollegen. Die Auswahltrainer der Mannschaften standen gerne Rede und Antwort. Das Eis war gebrochen.

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4. Kutlt(o)ur

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wartete schon ein organisierter Bus auf die Teilnehmer. Die Fahnen wurden geschwenkt und die Reise führte uns im Nieselregen in das Lübecker Hanse-Museum. Hier wurde uns in einer geführten Tour die Geschichte der Grenzregion näher gebracht. Die dänischen Teilnehmer waren etwas traurig darüber, wie groß das dänische Königreich früher einmal war. Die deutschen Teilnehmer waren etwas traurig über die aktuellen Spielstände im Klassiker FC Bayern München - HSV. Alles in allem war es aber ein beeindruckendes Erlebnis, an das sich alle Teilnehmer gerne erinnern werden.

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Sportsfreund Daniel Ackermann erklärt den Dänen die Größe ihres Köngreiches. Vorher und Nachher.

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5. Deutsche Gepflogenheiten

Glücklicherweise hatten wir vor dem gemeinsamen Abendessen noch etwas Zeit, die Lübecker Altstadt zu erkunden. Hier konnten wir unseren dänischen Kollegen die Tradition des „Fegens“ näher bringen. Ein unverheirateter 30-jähriger war mit seiner Zahnbürste vor dem Rathaus damit beschäftigt, seine Tonnen von Kronkorken zusammenzufegen.
Ein freundlicher Lehrgangsteilnehmer zeigte auf beeindruckende Art und Weise den Sinn dieser Tradition. Frech lief er durch die bereits zusammengefegten Kronkorken und machte so die Zahnbürstenaktion zunichte.
Jetzt hatte es auch jeder verstanden.

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6. Abendessen

Im Lübecker Altstadtrestaurant „Brauberger“ erwartete uns eine zünftige Mahlzeit und ein Fass selbstgebrautes Bier, der Marke Zwickel.
Das fand auch bei unseren dänischen Kollegen großen Anklang - sind sie mit dem deutschen Reinheitsgebot ja doch nicht so vertraut.
Auch die Milde und Dicke des Bieres sorgten für Erstaunen. Ist man doch eher das helle, herbe Bier gewohnt.
Das Essen, oder sollte ich sagen das Fleisch, war ein Leckerbissen. Wurst, Kassler und Schweinbauch in Massen, sorgten für Wohlbefinden.
Nach drei Stunden mit vielen Gesprächen und leider viel zu früh, brachte uns der Bus zurück in die Sportschule.
Hier meinte es ein lustiger Lehrgangsteilnehmer (ich glaube das war ich), besonders nett und lotste den Bus bis direkt vor den Eingang. Nur unter Hilfe anderer Teilnehmer und entfernen von Begrenzungssteinen, gelang es den Bus auf die Rückfahrt zu schicken. Bei einem letzten Getränk in gemütlicher Runde und der Analyse des HSV Spiels klang der Tag aus.

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7. Tag 2

Nach dem gemeinsamen Frühstück aller Lehrgangsteilnehmer stand der theoretische Teil auf dem Plan. Ein Referent des Schleswig-Holsteinischen Fussballverbandes brachte uns die Strukturen und Aufgaben des Verbandes näher. Auch die Talentförderung wurde besprochen. Passend dazu fand unter uns ein Trainingsspiel der U15 Landesauswahl statt. Fachliche Gespräche und Spielbeobachtung unter einem Hut. Besser konnte es nicht laufen.
Wir stellten fest, dass der Fussball aus beiden Ländern gar nicht so weit auseinander liegt. Pläne für eine gemeinsame Liga nach dem Tunnelbau wurden geschmiedet.

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8. Der Geist von Malente

Natürlich durfte eine Führung durch die geschichtsträchtige Sportanlage von Malente nicht fehlen. Besonders das Nostalgiezimmer sorgte für Ehrfurcht. Nach einer Niederlage während der Weltmeisterschaft 1974 gegen die DDR, überredete Franz Beckenbauer in diesem Raum, Helmut Schön doch bitte Bundestrainer zu bleiben. Am Ende stand der Gewinn der Weltmeisterschaft.
Unsere dänischen Trainerkollegen wollten wissen, was denn 1992 vorgefallen sei.
Alle bekundeten ihren größten Respekt vor der Leistung der dänischen Nationalmannschaft. Bekanntlich schlugen sie Deutschland im EM-Finale 1992, mit 2:0.
Vermutlich war die deutsche Nationalmannschaft 1992 nicht zur Vorbereitung in Malente dann wäre so etwas nicht passiert.

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9. Abschluss

Zum Abschluss brachte uns ein Schiedsrichterfunktionär das Schiedsrichterwesen näher. Hier konnten wir erfahren, dass auch auf Schiedsrichterebene, gemeinsame deutsch-dänische Projekte angestoßen wurden. Klasse.
Nach dem Kaffee ist vor dem Treffen. Leider mussten wir uns viel zu früh wieder verabschieden. Ein wirklich gelungener Austausch und Lehrgang fand sein Ende.
Ein großer Dank geht an das Organisationsteam und das kultKIT Projekt für die Unterstüzung. Wir haben zwar keinen Tunnel gebaut, aber dafür Brücken geschlagen. Zwischen Menschen der Regionen.

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Das Organisationsteam.

#NeverStopExploring
#NordischbyNature #kultKIT



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Hallo Moin, schön das Du mich auf meiner Seite besucht hast. Ich hoffe du hattest Spaß und wir können jetzt Dein Projekt beginnen. Oder Du schaust mal bei mir in den sozialen Netzwerken vorbei.
       
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