Freie Sicht

FreieSicht

Hallo und herbstlich willkommen zu einer neuen Ausgabe "Neues aus der Familie". Heute lesen wir etwas über freie Sicht im Garten, Nachtschichtgeschädigte, den strengsten Vater der Welt und wozu man ein Longboard so alles benutzen kann. (Werbung. Weil da eine Brötchentüte durchs Bild fährt.)


1. Das Frühstück

Da sitzt du abends auf dem Sofa, reibst dir die müden Augen und freust dich einfach nur auf das Abendprogramm in Form von ”Rapunzel frisch verföhnt”, da wirst du aus heiterem Himmel zum Frühstück gerufen. TE2 bittet an den Tisch. Alles ist liebevoll eingedeckt und damit du nicht ganz so alleine deine Scheibe Toast genießen musst, bekommst du Gesellschaft einer ganz tollen Puppe. Das klingt im ersten Moment etwas sexistisch, war aber tatsächlich eine Puppe. Denn eins ist klar, wenn deine Tochter am Abend zum Frühstück lädt, spielst du gefälligst mit. Dazu gehört auch der Smalltalk mit der Puppe und eventuelles Austauschen der Kontaktinformationen. 20 Tassen Kaffee später kann man immer noch Rapunzel sehen.

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2. Der strengste Vater der Welt

Eine Frühschicht kann schon hart sein. Zeitig aufstehen, langweilig über die Ostsee schippern und auf der Heimfahrt von fiesen Kreuzfahrtromantikern mit Alufolie geärgert werden. In die wird mit Vorliebe Leberwurstbrötchen verpackt. Und zwar so verpackt wie damals der Reichstag von Christo. Aber ich schweife ab. All der Stress tut meiner guten Laune ausnahmsweise keinen Abbruch, fröhlich pfeifend erreiche ich das zu Hause und verkünde freudestrahlend, dass es jetzt zum Eis essen geht. Und da war es wieder, das Fettnäpfchen. Kann doch niemand ahnen, das meine Zwerge ihr Mittag verweigert hatten. Das muss man sich mal vorstellen: Kinder die das Essen vom Restaurant zur goldenen Möwe verweigern! Geht gar nicht.
In Form des strengsten Vaters der Welt habe ich ein Machtwort gesprochen und den ursprünglichen Plan durchgesetzt. Gleichzeitig habe ich angedroht das der WLAN-Router uns auf dem Spaziergang begleiten wird und siehe da, wir haben sogar noch einen Teenager im Haus. Ist das denn zu fassen? Das Eis war übrigens lecker.

3. Freie Sicht

Eines schönen Samstags hatte ich den perfiden Plan mal wieder die Hecke zu schneiden. Der Vorbesitzer des Hauses schien es gut zu meinen und begrünte den Gartenzaun mit einer Efeuhecke. Es ist nicht überliefert, ob er wegen der Hecke das Haus verkaufte, aber leicht vorstellbar. Jedenfalls stand ich bereit. Gartenschere, Schubkarre mit Platten und TE2 sowie TR4 als Helfer. Hier mein Workflow beim Hecke schneiden. Einmal mit Kinder und einmal ohne Kinder: Hecke schneiden mit 2 Kids: - Beschluss fassen, - Kinder anziehen, - Kinder wieder umziehen da es zu kalt draußen ist, - Werkzeug bereitlegen, - TR4 die Arbeitshandschuhe anziehen, - Mit TE2 auf die Toilette gehen, - Mit TR4 auf die Toilette gehen, - Selber nochmal auf Toilette gehen, - TR4 die Arbeitshandschuhe wieder anziehen, - kurz Hecke schneiden. - die Kinder haben Hunger, - TR4 wieder die Arbeitshandschuhe anziehen, - kurz Hecke schneiden, - TE2 wieder die Schuhe anziehen, weil sie barfuß in der Erde spielt, - mal wieder kurz schneiden, - die Kinder haben Durst, - TR4 wieder die Handschuhe angezogen, - mal wieder kurz Hecke schneiden, - Schnittgut zusammenfegen, - Schnittgut nochmal zusammenfegen da TR4 mit der Schubkarre alles umgeworfen hat. - 2,5 Stunden später: Fertig Und jetzt der Workflow, wenn die Kinder im Kindergarten sind: - 8 : 00Uhr Beschluss fassen die Hecke zu schneiden, - Umziehen, - Hecke schneiden, - Alles zusammenfegen, - 8 : 15Uhr Kaffee trinken und überlegen was man noch so machen könnte!

FreieSicht nach 2,5 Stunden mit Kindern

FreieSicht nach 15 Minuten ohne Kinder

4. Nachtschicht

So eine Nachtschicht ist auch was ganz feines. Schlafen, wenn alle anderen Arbeiten und Nachts, das Mittag vom Vortag essen. Lustig wurde es eines Samstags, als ich aus der Nachtschicht kam und beschloss mal wieder wach zu bleiben. Ich dachte ein, zwei Stunden auf dem Gartensofa wären schon möglich. Das wollten aber die Zwerge nicht. TE2 zeigte mir mit ihrer kleine Pfeife, wie laut sie schon pfeifen kann. Ohne Vorwarnung. TR4 meinte es gut und deckte mich mit seinem Bobbycar zu und irgendwer kam dann auch noch auf die Terrasse gestolpert und war der Meinung, das ich genug geschlafen hätte. Guten Morgen lieber Nach-der-Nachtschicht-Samstag.

5. Das Longboard

In den Sommerferien habe ich einen weiteren tollkühnen Plan in die Tat umgesetzt und aufgehört permanent an meiner Tabakpfeife zu ziehen. Das habe ich dermaßen auf die Spitze getrieben, das ich seit 5 Wochen gar nicht mehr an der Pfeife gezogen habe. Dafür habe ich Hunger und ich habe richtig Hunger. Ich fürchte, das man das auch an meinem Bauch sehen kann. Deshalb habe ich mich entschlossen entgegen meines hohen Alters, etwas für meinen Körper zu tun. Ich fahre jetzt Longboard. Benutzte ich früher meinen Volvo um zum Treffpunkt der Fahrgemeinschaft zu kommen, rolle ich jetzt vorschriftsmäßig mit dem Board dahin. Als kleiner, positiver Nebeneffekt erhöht das Longboard meinen Bewegungsradius, wenn ich es dabei habe. Ich erreiche nun Orte die ich aufgrund des engen Terminplanes vorher nicht erreichte. Ausserdem kann man damit ganz cool Sachen transportieren.

#NeverStopExploring
#NordischbyNature
#ostseeblogger



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