Endlich Frühling

Endlich Frühling

Hallo Sportsfreunde. Der letzte Blog liegt schon etwas länger zurück. Ehrlich gesagt hatte ich einfach keine Lust und keine Zeit zu schreiben. Den einen Tag rennt man noch mit dem Schneeschieber durch den Garten und eine Woche später erwischst du die Kinder, wie sie mit dem Schieber versuchen die Blumenzwiebeln aus dem Beet zu graben. Sie werden so schnell groß. Also, die Blumenzwiebeln jetzt.
Was sonst noch so los war, lest ihr hier.


1. Die Reise

Nach dem letzten Besuch in der zweiten Heimat und dem Fauxpas des „bösen Malers“ und dem Treppensturz, sind wir über Ostern an die Orte der Ereignisse zurück gekehrt. TR4 war anfangs überhaupt nicht begeistert, sinnierte permanent über die Gefahren des bösen Malers und die Gefahren für unser Auto.

Letztendlich konnten alle Bedenken unter gewissen Vorraussetzungen zerstreut werden. Unser Auto durfte über Nacht nicht mehr am Tatort parken. Familie Dorfworker machte sich also wieder auf den Weg. TR4 fing schon am Ortsausgang an zu fragen wann wir denn endlich da seien und schlief dann seelig eine halbe Stunde vor Ankunft ein. Die vier Stunden Fahrt vorher waren, gelinde gesagt, etwas belastend für die Ohren.

TE2 strapazierte dann die Ohren der Miteinkäufer im örtlichen Karstadt. Ein Dorfkind das erste Mal auf der Rolltreppe. Quiekender Weise sind wir die Rolltreppen hoch und wieder runter und wieder hoch und wieder runter gefahren. TR4 entdeckte den Aufsteller mit sämtlichen "Feuerwehrmann Sam“ Merchandising Artikeln und forderte lautstark ein mittleres Monatseinkommen zur Beschaffung ein.

Im Museum waren wir mit den Kindern auch. 30 Sekunden nach Betreten der Einrichtung wollte TR4 ein Computerterminal zum Absturz bringen. Vielleicht wird er mal Hacker? Nach einer kurzen Zurecht- äh Einweisung durch das Museumspersonal konnten wir unseren Rundgang durch das Naturkundemuseum fortsetzen. Der „böse Marder“ bekam nun endlich, in ausgestopfter Form auch ein Gesicht und Oma B. lud zum abschließenden Eis ein.
Just in dem Moment kam uns ein Osterhase in Menschengröße entgegen. Meine Kinder traten den sofortigen Rückzug an und waren sprachlos. Kennt man so gar nicht. Ich aber blieb ganz tapfer stehen und nahm stellvertretend die Schokolade entgegen.

TR4 und seine Cousine LM4 sind ungefähr gleich alt +/- ein paar Monate. Trotzdem spielen sie richtig Klasse zusammen. Zum Beispiel „Verheiratet-sein“. „Nein-Doch, Nein-Doch, Nein-Doch, Nein-Doch, Nein-Doch …“ Wer kennt es nicht? Nicht aufgeben kleiner Mann, vielleicht schaffst du, was wir nicht geschafft haben.

Mit den Jungs von früher habe ich mich auch mal wieder getroffen. Gute Nachricht: ich bin weiterhin der Führende in der Rangliste „Anzahl Kinder.“ Schlechte Nachricht: Der lange Arm des Gesetzes macht auch vor der alten Heimat nicht halt. Die Cocktailbar am Marktplatz macht um 24:00Uhr zu. Wer bitte, macht denn so etwas? Zum Glück gab es einige Straßen weiter eine coole Studentenkneipe. Der Rotwein war gleich die Hälfte billiger und der Geruch wie vor zwanzig Jahren. Zur Dopingkontrolle darf ich erstmal nicht mehr.

Aber auch die Jungs saßen schon um drei Uhr morgens auf Kohlen. Ein Anruf bei meiner Mutti sollte eigentlich meine Mitfahrgelegenheit nach Hause sein, ich schlauer Fuchs habe aber „Mama“ anstatt „Mutti“ gewählt (Wer speichert eigentlich die Nummern so?). Mama ist meine Frau. In perfekter Lautsprache versuchte ich mein Problem zu schildern. Meine Frau, geweckt und nicht glücklich, erklärte mir bestimmt aber liebevoll den weiteren Ablauf. Notiz an mich: Namen im Telefonbuch ändern!

Kiez

Ich bin diesmal ganz ohne Verletzungen ausgekommen. Auch nach meinem fatalen, nächtlichen Anruf. Dafür habe mich aber dazu hinreißen lassen beim gemeinsamen Chilli Essen den starken Mann zu markieren.
Die extra für meinen Schwager angefertigte, scharfe Version, musste ich unbedingt, entgegen aller Warnungen, mit Jalapenos nachwürzen. Ich hatte alle Hände voll zu tun nach innen zu schwitzen und mir keine Blöße zu geben. Unter den ständigen Anmerkungen das noch viel mehr Jalapeños im Haus seien, hab ich tapfer aufgegessen. Ich war so tapfer das mir meine Frau doch tatsächlich ein Glas der leckeren Jalapeños gekauft hat als wir wieder zu Hause waren. Dankeschön.

Am Ostersonntag versammelte sich die ganze Familie zum gemeinsamen Essen. Kinder, Omas und Opas, Urgroßeltern an einem Tisch und abschließendes Ostereiersuchen im Garten. Die 1,5h Wartezeit auf das Essen haben wir uns ganz gut vertrieben. Genügend Spielzeug hatten wir dabei und TR4 hat jede Toilette mindestens zweimal ausprobiert. So sind sie halt, die Kleinen. Alle Omas und Opas, auch mit Ur davor waren glücklich und zufrieden. Was will man mehr?

2. Der Frühling

Und plötzlich war es Frühling! Der Schneeschieber steht zwar für den Fall der Fälle immer noch auf Terrasse, aber nach 4 Tagen Dauersonne, kann man doch wohl schon vorsichtig optimistisch sein, oder? Zumal TE2 schon fröhlich in der Sandkiste spielt, den Weihnachtselch aus der Garage zurück in den Sand beordert hat und ihn kräftig mit eben jenem Sand füttert.
Hat der Elch genug, wird der Sand auch gerne selber verspeist. Es soll ja nichts übrig bleiben. So steht sie vor einem, sandverschmiert und knirschend: „Papa trinken!?“ Klar doch meine Süße!

Wenn es nach ihr geht können wir den Frühling dann auch schnell abhaken. TE2 kam mir die Woche schon entkleidet aus dem Spielhaus im Garten entgegen. Barfuß, ohne Hose, nur noch einen Pullover an.

Und während man so mit der kleinsten beschäftigt ist, stellt TR4 fest das es sich mit dem guten Makita Akkuschrauber ganz hervorragend auf den Gehwegplatten malen lässt. „Guck mal Papa, fast wie Kreide!“
Aber kein Problem, er bekommt nur den alten Makita in die Hände. Ich spreche von dem, der vor einiger Zeit schonmal vom selbigen Schlawiner in die Regentonne geworfen wurde.

Weihnachtselch

Der Akkuschrauber

3. Geh doch zu Netto

Auch morgens ist es nun schon viel schöner. Die Vögel zwitschern beim Frühstück so schön, das man fast Lust auf den Frühjahrsputz bekommen könnte. Fast. Wäre da nicht TE2, die unvermittelt brüllt: „Dann geh doch zu Netto!“ Den Kaffee noch in der Nase, frag ich mich allen ernstes, wo denn jetzt schon wieder das Problem ist? Falsches Lätzchen? Toastbrot nicht ordentlich zum „Sandbridch“ verschweißt? Ach so, wir spielen wieder mal die Werbung nach.

4. Nur der HSV

Die sprachlichen Fähigkeiten der Kids machen sich aber noch auf ganz andere Art und Weise bemerkbar. Sehr zur Freude meiner Frau singe ich gerne vor mich hin. Sie hasst es, meint ich kann nicht singen. Ich bin da komplett anderer Meinung. Jedenfalls haben sich die vielen Gesangsstunden ausgezahlt, TE2 und TR4 singen jetzt fröhlich: „6x Deutscher Meister, 3x mal Pokalsieger... „ Manchmal nicht ganz in der Reihenfolge aber unverkennbar der Gesang der den HSV auf der Schlussgeraden in die richtige Spur bringt. Siehe letzter Spieltag! Und jetzt alle ....

Fr%C3%BChling1

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