Eine Reise nach Brandenburg und neues aus der Familie

Brandenburg

Hallo Moin Sportsfreunde. Lange nichts mehr voneinander gelesen. Natürlich könnte ich jetzt einen Haufen Gründe vorschieben, warum ich nicht zum Schreiben gekommen bin, aber im Prinzip ist es der Sommer, der Schlawiner. Der ist einfach zu schön in diesem Jahr. Motto: Baden statt Schreiben!


1. Eine Reise nach Brandenburg

Eine Reise nach Brandenburg klingt im ersten Moment vielleicht etwas komisch. Hatte ich Brandenburg bisher nur auf der Autobahn gestreift. Was macht man denn in der Provinz? Dachte ich bisher an die Region, fielen mir nur Ländlichkeit, Blitzer und Verkehrsunfälle auf Alleen ein. Aber warum eigentlich ausgerechnet Brandenburg?

1.1 Vor zwanzig Jahren

Wir schreiben das Jahr 1997. Sechs heranwachsende auf der Schwelle zum Erwachsenwerden genießen ihre letzten Ferien vor dem Berufseintritt auf einem Campingplatz.
21 Jahre später kommen dieselben sechs Männer wieder zusammen. Der Campingplatz wich einer Villa am See und die Mopeds wurden gegen Familienkutschen mit Kindersitzen getauscht.
Die Gespräche drehten sich nun plötzlich um die Sicherheit besagter Kindersitze und einschlägig bekannter Kindersendungen wie „Feuerwehrmann Sam“.
Wurde vor 21 Jahren für eine schmale Mark schnell Spaghetti in der Kneipe des Campingplatzes verdrückt, wurde nun feierlich der Grill entzündet. Einer schwitzte Zwiebeln an, einer kümmerte sich um den Tomatensalat und drei andere klugscheißen was das Zeug hielt.

Am Ende sind wir vielleicht alle etwas kahler oder fülliger geworden. Aber wir sind immer noch dieselben und waren sofort wieder auf einer Wellenlänge.

Brandenburg

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1.2 Der Mietzvertrag

Gerne würde ich euch verraten, wo genau die Villa lag. Ich habe aber keine Lust meine Artikel mit Werbung zu kennzeichnen. Im Vertrag waren wir als 3 Pärchen geführt und im Mietvertrag war schriftlich festgehalten, dass der Hauskatze jederzeit Zugang zum Haus zu gewährleisten sei. Deshalb Mietzvertrag.
Die Katze machte es einem aber auch nicht gerade leicht. War sie doch permanent verschwunden und tauchte nur zur Essenszeit auf.
Zur Abreise wurden wir mit Rasensprengern von der Terrasse komplimentiert und gefragt, was wir denn für nette Pärchen seien.
Ich erwiderte darauf, dass wir alle kleine Kinder haben und einfach nur mal zwei Tage entspannen wollten. Entspannen? Ja, Teile der Reisecombo mussten Samstagnachmittag erstmal ein Mittagsschläfchen halten.

Entspannung

1.3 Brandenburg

Warum ich das alles schreibe? Ich glaub, ich bin ein bisschen in Brandenburg verliebt. War ich bei der Anfahrt noch ein wenig von der Ländlichkeit schockiert, reiste ich mit tollen Impressionen und Bildern wieder ab. Besonders die Stadt Brandenburg mit ihrer Innenstadt am Wasser hat es mir besonders angetan.

Brandenburg

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1.4 Der kaputte Tacho

Auf der Heimfahrt ist es dann passiert. Blitzgerät 57 hatte ich nicht mehr auf dem Zettel und rauschte mit wehenden Fahnen in die Anlage. Ein kurzer Blick auf den Tachometer offenbarte mir eine Geschwindigkeit, knapp unter 100km/h. Ich rechnete wochenlang mit dem Schlimmsten, einen Monat zu Fuß gehen oder ein Punkt in Flensburg. Dann fiel mir ein, dass der Volvo ja auf meine Frau gemeldet ist. Also müsste sie ja laufen. Glück gehabt – bis der Brief kam. 
Abzüglich aller Toleranzen 85 km/h! Das gibt's doch gar nicht. Natürlich habe ich gleich da unten angerufen, um zu melden, dass die Anlage kaputt sei! 85 km/h. Das müssen viel, viel mehr gewesen sein.

2. Lifehack beim Kinderarzt

Das Schlimme am Urlaub ist ja meistens, dass man einfach viel zu viel Zeit hat, um sich Gedanken um den nächsten Schritt zu machen. Also lag ich auf der Terrasse und überlegte, die Rosen am Gartenweg zu schneiden. Ich wollte nicht mehr herumhampeln wie Indiana Jones im Dschungel. Leider bin ich mitten in der Entscheidungsfindung eingeschlafen.
Dann fiel mir ein, dass ich ja mal wieder ein paar Bilder machen könnte. Die Kamera war gerade aufgebaut und das erste Bild auf der Karte, da rief der Kindergarten an. Auf meiner Tochter und etlichen anderen Kindern tauchen rote Flecken und Ausschläge auf.
Ein Anruf beim Kinderarzt durch meine Frau („Wir haben komische rote Flecken“) katapultierte uns auf der Warteliste ganz nach oben. Ohne die Warteräume gesehen zu haben, starteten wir sofort in den Behandlungsraum.
Die komischen Flecken ließen sich auf die Mund-Hand-Fuß Krankheit zurückführen und heilen vollständig aus!

lifehack

3. Das Abführmittel

Da saß ich nun zu Hause mit unserer rot-gefleckten Tochter und dachte mir beim Frühstück, das Wetter musst du ausnutzen. Lass uns doch eine Fahrradtour machen. Darauf noch einen Schluck Saft aus dem Becher meiner Tochter und los geht’s. „Du hast doch nicht den Saft getrunken?“, fragte mich meine Frau. Äh ja. Da war das Abführmittel für TE2 regelmäßigen Stuhlgang enthalten.
Unsere Fahrradtour musste dann etwas später starten und auch das Aufhängen der Wäsche im Garten gestaltete sich zum Spießrutenlauf. Nur unter höchster Konzentration gelang es mir, die geforderten Normen und Farbanforderungen einzuhalten.
Ich frage mich, wie meine Tochter es trotzdem schafft, alles in sich zu behalten. Ich bin jetzt erstmal leer.

4. Die Duschen am Strand

Also wer diesen Sommer nicht genossen hat, dem kann auch nicht mehr geholfen werden. Wir waren in diesem Jahr so oft am Strand wie schon lange nicht mehr. Dabei sind wir nicht die typischen Strandgänger. Uns reicht eine Stunde und dann können wir wieder los. Auf dem Weg zum Auto kommen wir an einer Stranddusche vorbei. Die Kids lieben sie und duschen dort sehr ausgiebig und fröhlich. Hinweise meinerseits auf die herrschende Wasserknappheit und die Situation in einigen afrikanischen Ländern werden eiskalt ignoriert.
Geht es jedoch zu Hause unter die Dusche, könnte man als Unbeteiligter meinen, dass hier Kinder gequält werden. Auch ich habe schon aus dem Fenster die Nachbarn gewarnt, dass wir nur Duschen, nicht Schlachten.

5. Das Volvohandbuch

Mein Sohn TR4 ist der geborene Schrauber. Kein Weg wird ohne seine kleine Werkzeugkiste angetreten. Schraubt der Nachbar an seinem Wohnmobil, steht der Junge schon an der Gartenpforte und scharrt mit den Hufen und dem Werkzeug. Nun ist auch noch die Bedienungsanleitung meines Volvo aus dem Handschuhfach in seine Kiste gewandert.
Seitdem werden sämtliche Arbeitsschritte vorher im Bedienungsbuch des Schweden überprüft. Waschmaschinenwartung? Kein Problem Papa, ich schaue vorher mal kurz ins Buch. Technischer Dienst an den Fahrrädern? Kein Ding. Im Buch steht die Antwort.
Wenn ihr mich dann also demnächst auf einer Waschmaschine durchs Dorf fahren seht: Nicht wundern, winken!

Volvo Handbuch

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