Mama! Wir haben jetzt einen Hamster!

Im Herbst

Hallo Freunde. Eine weitere ereignisreiche Woche im Herbst liegt hinter uns. Inklusive der familieninternen Feiern zum 3. Oktober, einem Besuch in der Notaufnahme und einen Hamster haben wir jetzt auch.


1. Die Heizung

Völlig entsetzt musste ich hören wie meine Frau sagte: „Lass uns doch die Woche die Heizung anmachen!“. Erst dachte ich an einen schlechten Scherz. Die Heizung wird bei uns standardmäßig erst gestartet, wenn auf dem Sofa die Decke nicht mehr reicht oder draußen Bodenfrost angekündigt wird. Vermutlich liegt der Grund für den frühen Start der Heizperiode daran das unsere Tochter TE2 sich gerne ihrer Socken entledigt und überall barfuß herumläuft.
Mir blieb nichts anderes übrig als mit Schraubenschlüssel, Zange und Margarine durchs Haus zu Toben und jeden Heizkörper Heizbar zu machen. Wobei die Margarine natürlich zum Schmieren für die kleinen Stifte im Thermostat da ist.


2. Die Packliste

Beim Entlüften der Heizung fiel ein Blick auf einen sauber beschrieben Zettel unserer großen Tochter. Fassungslos musste ich erkennen das es sich um eine Packliste für die Woche in der Berufsschule handelt. Sauber aufgelistet waren alle Sachen die Sie für die Woche eingepackt hat. In einem kleinen Flashback in meine Ausbildungszeit fand ich keine Packliste. Da war nur wichtig das genug Bier und Zigaretten am Start sind. Ich fragte mich natürlich gleich, ob wir in unserer Erziehung irgendetwas falsch gemacht haben. Abitur, Packlisten, Spieleabende? Was haben wir falsch gemacht? Oder ist es ein generelles Generationsproblem?
Leider fehlte auf Ihrer Packliste die Erkältung die sie hier angeschleppt hatte. Die hat sie vergessen und die hat sich rasend im ganzen Haus ausgebreitet und nur mich verschont.

3. Der Feiertag

Am Dienstag begannen wir die familieninternen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Dieses Jahr leider in abgekürzter Form. Aus mir unverständlichen Gründen wird dieser wichtige Feiertag in Dänemark nicht begangen. Trotz allem versuchten wir unsere Kinder an die Wichtigkeit dieses Tages zu erinnern. Schließlich würde es unsere Familie ja ohne diesen Tag nicht geben.
Verständnisloses Augenrollen später war die Geschichtsstunde beendet. Den einzigen Unterschied den unsere Kinder noch merken ist, das Papa „orbeeden“ geht und „Dreiviertel Zwölf“ theoretisch die gleiche Zeitangabe ist wie „Viertel vor Zwölf".

4. Der Hamster

Nach dem Sturmtief Xavier am Mittwoch durch das Bundesgebiet gefegt ist und etliche Verwüstungen hinterlassen hat, war es hier oben eigentlich mal wieder nur ein „büschen windig“. Man sagt: „Sturm ist erst wenn die Schafe keine Locken mehr haben“. Deswegen befand ich mich auch auf der schaukelnden Fähre Richtung Dänemark. Und während in Deutschland der Schienenverkehr regional eingestellt wurde, radelte ich fröhlich durchnässt durch das schönste Land der Welt.

Der Regen

Donnerstag zog der freundliche Xavier wieder ab und hinterließ fröhlichen Dauerregen bis zum Nachmittag. Doch plötzlich schickte sich doch tatsächlich die Sonne an zu scheinen. Meine Frau betätigte die Alarmglocke im Haus, notfallmäßiges Anziehen der Kinder, hektische Suche nach den neuen Kastaniensammeltaschen und wer fertig ist wartet an der Terrassentür! Als einer der ersten stand TR3 erwartungsvoll vor der Tür und rief: „Mama, wir haben jetzt einen Hamster!“. Einen was? Und tatsächlich, im Fliegenschutz hing eine possierliche kleine Maus.
Die kleine Maus hatte wohl Angst von den Wassermassen dahingetrieben zu werden.

Der Hamster

5. Der Unfall

Am Samstag kam es dann mal wieder zu einem bedauerlichen Zwischenfall. Es war mal wieder Regentag und unsere Kinder vertrieben sich die Zeit damit, sich selbst in Puppenwagen durch das Haus zu schieben. Das war natürlich für uns Erwachsene sehr süß anzuschauen. Später fanden die Kinder heraus das man sich, durch drehen der Räder mit den Händen, selber fortbewegen kann. So mobil brausten beide durch unser Wohnzimmer. Bis der Puppenwagen unter TE2 wegrollte während sie aussteigen wollte. Erste Hilfe Maßnahmen förderten eine Kopfplatzwunde am Hinterkopf zu Tage. Gedankenschnell packte meine Frau unsere Sachen und schickte uns in die Notaufnahme der Inselklinik Fehmarn.

Der Puppenwagen

6. Die Notaufnahme

Den ganzen Anmeldeprozess konnten wir gekonnt abkürzen, in dem TE2 gefährlich mit dem „Bitte Diskretion“ Schild spielte und Gefahr lief sich eine zweite KoPlaWu einzufangen. Der freundliche Arzt komplimentierte uns sofort ins Behandlungszimmer. In seinem Computer konnte er unsere aktuelle Rangliste an Unfällen sofort einsehen. Weiter klar auf Platz Eins: Papa Dorfworker mit einer ansehnlichen Zahl an Unfällen, gefolgt von LA18, die stark am Aufholen ist. Auf den hinteren Plätzen JM12 und TR3. Und nun auch TE2, ihre wunderschönen blonden Haare fand der Herr Doktor zu Schade zum Abschneiden. Also wurde die Wunde großzügig geklebt.
Mit zwei Hamburgern vom McDrive waren wir pünktlich zum Abendessen zu Hause.
Wer jetzt aber denkt das unsere Kinder aus solchen Vorfällen lernen, der ist auf dem Holzweg. Einen Tag später lief meine Tochter wieder fröhlich durchs Haus. Zwar mit Helm, aber blind. Gewisse Personen sind der Meinung das die Kinder das von mir haben! Nur, weil ich der Führende in der Notaufnahme bin?

Aber bitte mit Helm

#NeverStopExploring
#NordischbyNature



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