Wenn Papa der Chef ist oder Beim Wäsche Aufhängen kannst Du nur Verlieren

Bruder Schwester

Hallo Sportsfreunde. Heute kommt mal wieder ein kleines Familien Update. Ich war mal wieder ein Wochenende lang für alle Kinder der Ansprechpartner. Die gute Nachricht zuerst: Alle Kinder freuen sich bester Gesundheit und haben das Wochenende ohne größere Blessuren überstanden. Die schlechte Nachricht: Leider ist der Sommer nun auch vorbei. Wir wechseln wieder auf Gummistiefel.


Sommer Kleidung

1. Der Windelbeutel

Aber warum eigentlich? Die Chefin und ich haben unser Arbeitsleben aufgeteilt. Wenn ich die ganze Woche in 3 Schichten unterwegs bin, geben wir uns am Wochenende die Klinke, repräsentativ die Windelbeutel, in die Hand. Dann verschwindet meine Frau zur Nachtschicht ins Krankenhaus.

2. Die Übergabe

In einer feierlichen Zeremonie bekomme ich die Verantwortung für die Kinder übertragen. Zusammen mit einer Aufstellung, worauf ich zu achten habe. Da ich ein Mann bin, ist die Aufstellung passe, sobald die Haustür hinter meiner Frau geschlossen wird. Dann knallen die Korken, die Kinder werfen Konfetti und wir können machen, was wir wollen. Jedenfalls theoretisch. Kinder sind irgendwie Gewohnheitstiere und brauchen geregelte Abläufe.

3. Aber Mama macht das anders

Also bekomme ich ständig aufs Brot geschmiert, wie Mama alles macht. So und nicht anders. Das fängt schon beim Zuschneiden des beliebten Sandwich zum Abendbrot an. Hast du schonmal falsch geschnitten? Vielleicht viereckig anstatt Diagonal? Für TR3 bricht eine Welt zusammen. Oder hast du mal die falschen Becher rausgegeben? Pink anstatt Gelb? Das kann einen ganzen Tag zerstören. Im Zweifelsfall wird gar nicht getrunken!
Besonders riskant ist die Löffelaufteilung beim Joghurt. Am besten wirft man alle Löffel auf den Tisch, damit man eine große Auswahl hat. Meine Tochter TE1, zum Beispiel, wechselt während des Joghurts gerne die Löffelfarbe. Auch zum Auskratzen des Bechers bekomme ich eine bestimmte Farbe zugewiesen. Kompliziert wird es am darauffolgenden Tag. Die Farbe der gewünschten Löffel wechselt nämlich Tag für Tag.

4. Minenfeld - Wäsche Aufhängen

Auch beim Wäsche aufhängen wird man permanent darauf hingewiesen, was Mama besser macht. Es werden nämlich nur Klammern der gleichen Farbe verwendet. Ein Hemdchen, zum Beispiel, bekommt zwei rote Klammern der gleichen Form und Farbe. Mir als Mann ist das eigentlich Wurstpiepegal. Im Idealfall wird die Wäsche ja abends wieder abgenommen. Ausserdem habe ich eine kleine rot-grün-Schwäche. Aber Nein, da werden mir von 3 jährigen schon die Klammern in der richtigen Reihenfolge angereicht. Jedenfalls weiß ich, dass TR3 die Farbschwäche wohl nicht geerbt hat.

Minenfeld W%C3%A4sche Aufh%C3%A4ngen

5. Erinnerungslücken

Besonders beeindruckend finde ich, dass Erinnerungsvermögen der Kinder. Hatte ich mich damit abgefunden, regelmäßig beim Memory-Spielen gedemütigt zu werden, musste ich auch noch feststellen, dass die Kinder wissen, wem welches Wäschestück gehört. Bei 5 Kindern im Haushalt, eine schier unmenschliche Leistung. Ich weiß ja nicht mal selber, welche Sachen mir gehören. Die liegen immer schön im Schrank. Komisch.

6. Aus welcher Richtung kommt der Wind?

Wäsche war also verteilt. Alles Gut? Denkst Du! Wenn die Chefin sieht, wie ich die Wäsche aufgehangen habe, bekomme ich einen halbstündigen Monolog darüber, wieviel Wäsche noch auf die Leine gepasst hätte, wenn ich es richtig gemacht hätte. Auch die Anordnung der Wäsche nach Windrichtung spielt eine Rolle. Das ein oder andere Stück könnte tatsächlich Sekundenbruchteile eher trocken werden. Ein Minenfeld. Man kann nur verlieren.

7. Der Geschirrspüler

Dasselbe Spiel gibt es auch noch mit dem Geschirrspüler. Sollte ich mir mal erlauben, den Spüler anzustellen, wenn ich der Meinung, dass er voll ist, kommt irgendwo meine Frau hervorgesprungen, um mich zu belehren, wieviel da noch reinpassen würde, wenn ich es ordentlich einräumen würde. Unsere Kinder haben es schon begriffen und räumen ihr Geschirr nur auf den Geschirrspüler und sortieren es nicht mehr ein. Gute Idee. Warum bin ich noch nicht darauf gekommen?
Ausserdem kann ich mir nicht merken, wo die ganzen Sachen wieder hinkommen, wenn sie sauber sind.
Legendär sind die Rufe aus der Küche, wo denn jetzt schon wieder der Holzlöffel sei. Leider habe ich aber meist auch schon wieder vergessen, wo ich den ganzen Krempel hingeräumt habe.

8. Wem gehört denn die Mütze? Egal.

Samstag Nachmittag wurde ich auch noch auf dem Fahrrad erwischt. Von meiner eigenen Frau und TR3. Ich war auf großer Aufklärungsfahrt mit meiner Tochter TE1. Nach dem die Feuerwehr mit Blaulicht und Sirene mehrmals am Haus vorbeikam, wollten wir mal schauen, was da wieder los ist. Also habe ich als verantwortungsbewusster Vati meiner Tochter die Mütze und den Helm aufgesetzt und los ging die große Fahrt.
Kann ja keiner ahnen, dass das der Helm von TR3 und seine Mütze waren. Unsere Familienkutsche hielt neben uns und schon gab es den Anrantzer. Was erlaubt sich Papa? Und schon war ich wieder die Flasche leer. Nicht mal die Kinder kann er mit den richtigen Sachen anziehen.

9. Rettungsmaßnahmen

Samstag Abend dann der große Notfall. Als toller Familien Vati erlaubte ich meinen Kleinsten vor dem zu Bett gehen Kängurus. Ihr wisst schon, diese kleinen Chips aus der Tüte. Die, die so hässlich an allen Displays kleben bleiben und bei dem die Hände der Kinder so merkwürdig riechen. Plötzlich Riesengeschrei von TR3. Ich dachte, er hätte sich auf die Zunge gebissen, hustete aber so komisch.
Notfallmäßig schnappte ich mir den Jungen, packte ihn und hielt ihn über Kopf. Meine Frau, die gerade auf dem Sprung war, fragte mich, ob ich nicht alle Tassen im Schrank hätte. Holte ein Glas mit Wasser und mir nichts, dir nichts; Känguru im Hals gelöst. Kind am Leben. Glück gehabt. Die Kängurus sind jetzt ganz weit hinten im Schrank.

10. Noch mehr Notfälle

Sonntag gleich der nächste Fauxpas. Während ich mal wieder mit den Farben der Wäscheklammern zu kämpfen hatte, fiel TE1 die Leiter zum Trampolin herunter. Unter meiner Aufsicht. Mit meiner schreienden und aus dem Mund blutenden Tochter, schaffte ich die 10m zum Haus in unter 10 Sekunden. Usain Bolt wäre stolz auf mich gewesen. Meine Frau war es nicht. Wie konnte das denn schon wieder passieren? Erschwerend kam hinzu, dass meine blutende Tochter auch nur von mir getröstet werden wollte. Dem, der an allem Schuld war. Alle Zähne sind noch drin. Und meine blutverschmierte Tochter lächelte mich mit großen Augen an. Papa ist der Beste.

11. Geschafft. Endlich wieder Montag.

Morgen ist wieder Kindergarten und ich kann wieder arbeiten gehen. Die Kinder sind wohlauf und ich kann durchatmen.

Nächstes Wochenende wird alles besser. Vielleicht.

#NeverStopExploring
#NordischbyNature

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