Wenn aus Spinatsoße grüne Soße wird.

Spinatsoße

Hallo Moin, liebe Leser.
Nachdem ich die halbe Menschheit mit den SEO Tipps verwirrt habe, ist eine Menge passiert! Unser geliebtes iPad der 2. Generation ist den plötzlichen Akkutod gestorben, wir unterscheiden jetzt zwischen Spinatsoße und grüner Soße und ich habe den härtesten Kampf meines Lebens ausfechten müssen. Viel Spaß beim Lesen.


1. Das iPad

Unser geliebtes iPad ist den plötzlichen Akkutod gestorben. Plötzlich war es einfach aus! TR3 war natürlich fix und fertig. Kein Feuerwehrmann Sam mehr in der Endlosschleife auf YouTube. Kein Peppa Wutz und Caillou. Wir waren natürlich auch schockiert. Wie können wir uns denn jetzt mal 5 Minuten Auszeit von der Sabbeltasche nehmen?
3, 2, 1 und los mit den bösen Kommentaren der Helikopter Muttis. Von wegen 3 jährige und iPads . Ich habe schon mit meinem Kumpel, dem Weihnachtsmann geskyped, und der hat versprochen bei entsprechendem Verhalten, was neues per Rentierpost zu schicken. Wird aber erst gegen Heiligabend was.
Bis dahin halten wir uns mit Gesellschaftsspielen über Wasser.


Ich hab da mal was vorbereitet

2. Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.

Mit den Spielen haben wir gleich angefangen. Samstag nach der Nachtschicht, zwang mich meine Familie zum Mittag aus dem Bett. Nur um sich danach selbst zum Mittagsschlaf zu Betten. Mein kleiner Kumpel TR3 jedoch nicht. „Papa, ich habe da schonmal was vorbereitet“, flötete es aus dem Kinderzimmer.
Mit der Kaffeemaschine unterm Arm, machte ich mich auf meinen Sohn in seinem Zimmer zu finden. Vorbereitet, bedeutet im Idealfall alles auf dem Boden ausgebreitet. Und wir alle wissen, lieber Herpes als mit nackten Füßen auf Legosteine zu treten.
Nachdem ich den Zwerg unter seiner zusammengebrochenen Playmobil Feuerwehrstation hervorziehen konnte, hatte der gar keine Lust mehr auf 112.
Er wollte lieber der „Dativ ist dem Genitiv sein Tod spielen“. Mutti hätte gesagt, das ist noch nichts für ihn. Ich hab mir erstmal ein Kaffee eingegossen und mir alles angeschaut. TR3 stellte dann selber fest das, das wohl zu „konzipiert“ für ihn sei. Guter Junge.

3. Das Essen

Apropos Essen. Das ist ja auch immer wieder ein Schauspiel. Nudeln gehen immer. Aber Nudeln mit Spinat ist wie Rosenkohl. Eklig. Nennen wir die Spinatsoße aber „grüne Soße“, wird alles aufgegessen. Wer soll sich das denn merken? Natürlich ist Papa-Dorfworker letztens wieder voll ins Fettnäpfchen getreten und hat die grüne Soße, mit Kraft seiner Stimme, zurück in Spinatsoße verwandelt. Eines Sonntags hatte ich mal wieder Familienoberaufsicht und da kam mir der gesunde Gedanke, einen Apfel aufzuschneiden. Alle waren begeistert. Beim Aufschneiden berührte ein kleines Haar aus dem Gehäuse den Apfel.
Plötzlich war der Apfel nicht mehr so lecker und wollte von niemanden gegessen werden. Sehr komisch. Da werden unterm Sofa die Brezeln mit Staubflusen gefunden und ohne zu zögern verspeist aber bei einem kleinen Haar am Apfel wird die Nahrungsaufnahme sofort verweigert.

4. Der Aldi

Letztens hatte ich mal wieder Nachtschicht. Und bekam auch gleich einen Sonder-Special Auftrag von meiner Frau. Fahr doch nach der Schicht mal beim Aldi lang. Die machen schon um 6.00Uhr auf. Ja, auf der Insel Fehmarn ticken die Uhren etwas anders.
Auftrag angenommen. Zielobjekt. Holzspielzeug im Angebot. Wir müssen ja schließlich unserm Kumpel dem Weihnachtsmann unter die Arme greifen.
Was sich dann für Szenen im Aldi abspielten, erinnerte stark an Szenen aus der Soldat James Ryan. Schwedische Muttis belagerten den Angebotsaufsteller und schirmten die Zielobjekte massiv ab. Ich versuchte es mit der Taktik, einer spiralförmigen Aufklärung, immer um den Aussteller schleichen. Plötzlich sah ich eine Lücke, blies zum Vorstoß und begann meine 2 Waffeleisen, eine Kaffeemaschine und einen Mixer zu stapeln. Wütende Tiraden der Verteidiger begleiten meinen dreisten Vorwurf. Schnell zog ich mich Richtung Kasse zurück. Dort versteckte ich mich hinter einer illustren Reisegruppe aus Skandinavien, die kistenweise Wein aus Tetrapacks und Whiskey an der Kasse stapelten. Mission accomplished! Wir haben jetzt zwei Waffeleisen.

Der Aldi

5. Der Kinderarzt

Letztens war unsere kleine TE2 krank. So richtig. Mit Fieber, nichts Essen und viel Kuscheln. Plötzlich gab sie Würgegeräusche von sich. Oh nein, schoss es mir durch den Kopf. Nicht schon wieder. Denn gespuckt wird nur, wenn Mama nicht zu Hause ist und Papa alleine die Verantwortung trägt. TR3 schaute auch schon ganz interessiert was denn da nun passiert. Die Situation beruhigte sich recht schnell. Kein Spucken. Dafür wird jetzt in jeder freien Minute krank gespielt. TE2 legt sich aufs Sofa und wir von TR3 bemuttert. „Musst Du spucken? Warte.“ Er schleppt dann alle möglichen Behälter aus seiner Kinderküche ans Sofa. TE2 „übergibt“ sich dann solange in die verschiedenen Behälter bis keine mehr frei sind. Süß, oder? Fantasie haben sie jedenfalls.

6. Der Wunschzettel

Sonntag schien hier doch tatsächlich mal die Sonne. Da meine Kinder zwischen Wochentagen und Wochenende keinen Unterschied machen, befanden wir uns schon Viertel nach Neun auf unserem Spaziergang zum Strand.
Den Kinderwagen benutzen wir nicht mehr. Der gute Emmajunga Wagen verstaubt in der Ecke. Wir fahren jetzt Dino-Car TR3 fährt und TE2 sitzt hinten und freut sich. Vorteil für mich: Keine Rückenschmerzen mehr seit dem ich niemanden mehr auf den Schultern „spazieren gehen" muss.
An einer Ferienanlage am Strand, standen beide Kinder mit staunenden Augen und fragten mich was es damit auf sich hätte. Ich erklärte natürlich gerne was es mit so einer Tiefgarage und den Ferienwohnungen auf sich hätte.
Jetzt steht aber auf unserem Wunschzettel eine Tiefgarage und ein Ferienhaus. Und wir reden hier nicht von Playmobil.
Mal schauen wie ich das unserem Kumpel, dem Weihnachtsmann verkaufe.


#NeverStopExploring
#NordischbyNature



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