Ich sehe was, was du nicht siehst.

Ich%20sehe

Hallo Moin. Das neue Jahr ist schon fast wieder zwei Wochen alt. Zeit für einen neuen Blog und einen Geburtstag. Unsere Kinder sind in eine neue Phase getreten, ich kann die Kinder immer noch nicht richtig anziehen und dann gibt es noch Leute mit Rot-Grün-Schwäche, die „Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-spielen“. Zu Redaktionsschluss wurde sogar noch eine Robbe am Strand gesichtet. Aber das war ich. Viel Spaß beim Lesen.


0.1 Das Wichtigste

Vorab das Wichtigste. Aus TR3 wird heute TR4! Herzlichen Glückwunsch kleiner Kerl. Du bist toll. Ich habe jeden einzelnen Tag mit dir genossen. Okay, den Tag an dem du unser Auto zweimal vollgespuckt hast, vielleicht nicht. Aber ich habe die Tüte gehalten. Nein, im Ernst. Es macht soviel Spaß zu sehen, wie du die Welt entdeckst, wie du jeden Tag ein Stück größer wirst und deinen alten Herren im Memory abzockst. Wir lieben Dich!

Gummistiefel

1. Die Gummistiefel

Ich hatte mal wieder Kinderdienst. Das war zwar nicht im Kalender eingetragen, Aber wer ist denn eigentlich dafür verantwortlich den Kindergarten in der ersten Woche des Jahres zu schließen? Also stand ich da, mit zwei Zwergen und plötzlich schien die Sonne durch das Fenster. Völlig geblendet überkam mich eine tollkühne Idee. Sonne=Trocken=im Garten spielen. Warum denn eigentlich nicht?
Der Plan wurde sofort in die Tat umgesetzt. Aber TE2 und ich hatten noch keinen Fuß vor die Tür gesetzt, da wurde ich schon von TR4 angeraunzt: „Was ist das denn?“ Ich kam nicht sofort drauf. Farbschwäche. Dazu später mehr. Da hatte TE2 doch glatt verschiedene Gummistiefel an. Einer gelb, einer grün. Meine Tochter stört sowas nicht. Die ist da etwas pragmatischer. So wie ich. Hauptsache Stiefel. Kann ja keiner ahnen das einer gefüttert ist und der andere kalte Füße macht.

Gummistiefel

2. Der Duracell Hase

Ach ja, und dann haben wir mal wieder eine Phase. Phasen sind toll. Denn mittlerweile weiß ich, dass‚ die Phasen kommen und gehen und auch diese Phase wird irgendwann vorbei sein und die Kinder wieder normal ins Bett gehen. Jedenfalls ist TR4 wach und ich meine so richtig wach. Morgens als erster hoch, den ganzen Tag wie ein Duracell Hase unterwegs und abends wach. Vor neun Uhr keine Chance, die gebündelte Energie ins Bett zu bekommen. Letztens lief er abends vor dem Sofa Runden. „Kannst du mich ins Bett bringen? Kannst du mich ins Bett bringen? Kannst du mich...“. Dabei immer im Kreis laufend. Das hat natürlich überhaupt keinen Zweck. Toller Kerl. Wo nimmt der nur die Energie her? Die möchte ich auch!

3. Die Speisekarte

Und dann, wenn die kleinen Augen fast zugefallen sind und endlich Ruhe einkehrt, schnellt der kleine Kerl hoch: „Ich habe Hunger!“. OMG. Dann stehen wir in der Küche, alle auffindbaren Sorten Obst, Getreide- und Joghurtprodukte werden dem feinen Herren empfohlen aber nichts ist gut genug. „Kannst du mir was anderes anbieten?“. Natürlich nicht, wirf doch mal einen Blick auf die Uhr, kleiner Mann. „Die kann ich doch noch gar nicht lesen, Papa!“ Oh ja, Sorry.
Wenn er dann vom letzten Brötchen, zweimal abgebissen hat, dann kommt der kleine Körper endlich zur Ruhe. Und ich auch.

4. Die Farbschwäche

Habt ihr schon mal Leute mit Farbschwäche Spiele spielen sehen, in denen die Kenntnis der Farben von existentieller Relevanz ist? Nein? Wir schon. Hier gibt es nämlich glatt zwei Exemplare davon. JM12 und meine Wenigkeit. Meine Frau hofft noch, dass der Kelch an TR4 vorbeigeht. Bekanntlich sind männliche Exemplare, besonders die Intelligenten, besonders bedroht.
Jedenfalls befanden wir uns alle auf der Fahrt im Auto. Ich setzte mich nach hinten zu den Kindern. Vorne kannst du eh nichts Recht machen und wenn hinten JM12 und TR4 nebeneinander sitzen, ist das ungefähr wie die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan. Da reicht das kleinste Streichholz um die Situation eskalieren zu lassen. So saßen wir da und spielten „Ich sehe was, was du nicht siehst.“ Blaue LKW und rote Schilder gingen ja noch, als ich dann aber fragte was hier Rosa wäre, wurde minutenlang gerätselt. Keiner kam drauf. Nur ich, in meiner eigenen Welt. Es war natürlich die „Peppa-Wutz“ Jacke meiner Tochter. Ganz klar. Aber irgendwelche Ignoranten behaupten, die wäre Lila! Unfassbar. Ich male mir weiterhin meine Welt wie ich sie will.

5. Das Dorfworker-Mobil

Kurz vor Weihnachten musste dann das, bei unseren Kindern sehr beliebte, Dorfworker Mobil zum TÜV. Ein 17 Jahre alter Volvo. So als „Nordic-Wannabe“ reist man gerne „Elchsicher“. Obwohl man ihm das Alter von Außen keinesfalls ansieht, kann da schon mal der Eine oder andere Mangel festzustellen sein. So war es dann leider auch. Abgenutzte Leuchtmittel und ausgeschlagene Koppelstangen verhinderten das Prüfsiegel. Aber kein Problem. Zusammen mit meinem fähigen Nachbarn, Sprühregen unterm Carport und eines Trennschleifers, konnten die Stangen kostengünstig ersetzt werden. Für die Erneuerung der Leuchtmittel entschied ich mich für eine Markenwerkstatt. Die horrende Summe von 9,42Euro bezahlte ich ohne Trinkeld mit Karte. Was mir beim Verlassen der Werkstatt schon äußerst peinlich war.
So fuhr ich wieder bei der Prüfstelle meines Vertrauens vor, der Prüfer führte mit einer Art Tanz und merkwürdigen Geräten seine Tests durch. Bis er zur Nachprüfung der „beschädigte Beschichtung des Leuchtmittels Seitenblinker rechts“ kam. „Sportsfreund, komm mal rum.“ mir ahnte nichts Gutes. „Das der Blinker funktioniert, habe ich ja jetzt gesehen. Aber vielleicht solltest du ihn mal festmachen!“ Da hing doch der gesamte Blinker, mit Kabeln fast auf dem Boden und blinkte fröhlich. Das schlechte Gewissen wegen des Trinkgeldes war sofort weg. Zu Hause habe ich meinen Blinker mit doppelseitigem Klebeband selbst repariert. Hält bis zum nächsten TÜV Termin!

Dorfworker Mobil

6. Der Dichter

Lange frage ich mich schon warum ich eigentlich schreibe. Seit letztem Wochenende ist auch dies beantwortet. Die Frage muss eher lauten: Warum ich erst so spät angefangen habe zu schreiben. Meine liebe Oma ließ mir auf digitale Weise einen Zettel zukommen den ich als Knirps verfasste. Na gut, über die Sinnhaftigkeit des Geschriebenen lässt sich sicher streiten. Dafür ist die Schrift schön. Ganz im Gegensatz zu meiner momentanen Klaue.

Der Dichter

7. +++++Breaking-News+++++

Unbestätigten Medienberichten zufolge, wurde in der Nacht vom Montag zu Dienstag eine Robbe am Strand von Großenbroderfähre gesichtet. Ich muss dem leider widersprechen. Das Ding im Sand war ich, mit meiner Kamera. Ich wollte unbedingt mal wissen wie das ist mit kalten Händen zu fotografieren. Aber das Ergebnis hat sich gelohnt.

Sternenhimmel

#NeverStopExploring
#NordischbyNature



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